Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Reddemann 2

Samstag, 18 März 2028 09:30 - Sonntag, 19 März 2028 15:30

Anmeldung möglich (24 verfügbar)

Über das Seminar

Die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) ist ein von Prof. Dr. med. Luise Reddemann entwickeltes Verfahren für die Behandlung schwerster komplexer Traumafolgestörungen, die zurückgehen auf wiederholte, in der Regel multiple Gewalterfahrungen, welche sich über einen langen Zeitraum wichtiger Entwicklungsphasen, Kindheit und Jugend erstrecken und von wichtigen Bezugspersonen, i.d.R. den Eltern ausgeübt werden.

Eher regelhaft geht eine emotionale Vernachlässigung und unzureichende Bedürfnisbefriedigung einher, auf der Basis einer massiven Bindungsstörung. Das Kind ist in seiner Entwicklung genötigt, sich diesen widrigen Lebensrealitäten anzupassen, zum Preis einer komplexen Symptomatik.

Der ressourcen- und wachstumsorientierte tiefenpsychologisch fundierte Therapieansatz PITT würdigt grundlegend das, was dem Menschen immer schon geholfen hat, mit schweren Belastungen fertig zu werden und fördert die Entwicklung einer selbstmitfühlenden, zum Trost fähigen, akzeptierenden Haltung in der betroffenen Person, mit dem Ziel von Selbstregulierung und Selbstheilung.

Martina Hahn ist von Luise Reddemann persönlich ausgebildet und als Lehrerin autorisiert.

PITT orientiert sich an dem Drei-Phasen-Modell nach Janet: Stabilisierung, Traumakonfrontation sowie Integration und Neuorientierung.
Mithilfe von Distanzierung und der ego-state-orientierten Arbeit auf der inneren Bühne wird die Arbeit mit verletzten und verletzenden Ich-Anteilen möglich, sodass eine gewachsene Affekt- und Selbstregulation im Hier und Jetzt erreicht werden kann.

Im 2. Seminarblock geht es um das vertiefte Verstehen und Anwenden der mitgefühlsbasierten, konfrontierenden Versorgungsarbeit mit jüngeren, verletzten ego-states und der Wandlungsarbeit mit malignen Introjekten.

Es werden erneut Demos mit Freiwilligen angeboten und daran anschließende Kleingruppenarbeit.

Im 3. Seminarblock geht es um das Konfrontationsfokussierte Arbeiten nach PITT. Auf der Grundlage von maximaler Distanzierung über den so genannten Inneren Beobachter und das BASK-Modell (Bennet Braun). Der eigentlichen Konfrontationsphase folgt eine ausgiebige Trostphase. Auch hier gibt es eine Demo mit Freiwilligen und Kleingruppenarbeit. Außerdem wird es abrundend in dem Seminarblock um die therapeutische Selbstfürsorge gehen.

Im Gegensatz zu anderen Instituten integrieren wir an der Akademie noch ein Praxis- und Supervisions-Wochenende in das PITT-Curriculum, so dass Sie das Erlernte und seit Modul 1 in eigener Praxis Erprobte vertiefen und supervidieren lassen können. Die Buchung dieses Moduls fakultativ.

Das Curriculum richtet sich hauptsächlich an ÄrztInnen und Psychologische PsychotherapeutInnen. Auch Heilpraktiker, HP Psychs und Personen, die beruflich mit Traumatisierten arbeiten, können im Einzelfall an der Fortbildung teilnehmen. Schreiben Sie uns hierzu gerne an. 

Auf Nachfrage ist eine Buchung einzelner Module möglich. Als Zugangsvoraussetzung gilt jeweils, dass das vorhergehende Seminar mit Frau Martina Hahn absolviert sein muss.

Diese Fortbildungsreihe erfüllt die Vorgaben zur Förderung durch das Programm KOMPASS. Informationen hierzu finden Sie hier: KOMPASS

Seminarkosten Modul 1-3: 1560€

Seminarkosten gesamt 4 Module: 1980€

Seminarzeiten Modul 2: 
Samstag 09.30 – 18.30 Uhr
Sonntag 09.30 – 15.30 Uhr

Über die Dozent:innen

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€1.560,00 Modul 1-3, 1980€ bei Buchung aller 4 Module
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