Affektregulation bei Bindungstrauma 1

Samstag, 3 Oktober 2026 09:30 - Sonntag, 28 Februar 2027 15:30

Anmeldung möglich (24 verfügbar)

Über das Seminar

Die Affektregulationstheorie nach Allan Schore (1 von 3)

Affektregulation als Schlüssel in der Behandlung von Bindungstrauma: Die Affektregulationstheorie und -therapie nach Allan Schore bietet einen  psychodynamischen Rahmen für die Arbeit mit frühkindlichen Bindungsverletzungen und komplexen Traumatisierungen. Sie erweitert die klassische Bindungstheorie zu einem neurobiologisch fundierten Ansatz, in dem die Dysregulation von Affekten als zentrales Merkmal bindungsbasierter Traumata verstanden wird. Der Fokus der Traumabearbeitung liegt hierbei auf der Unterregulierung (Affektüberflutung bzw. Intrusion) und Überregulierung (Dissoziation), wie sie bei Menschen mit einem Bindungstrauma oder relationalen Traumata regelhaft auftreten. Die Affektregulationstheorie und die daraus entwickelten Techniken bringen Effizienz, Affekt und den Körper in psychodynamische Behandlungsansätze ein. Der Kerngedanke ist hierbei, dass die Affekttoleranz von traumatisierten Menschen verbessert und affektive Resilienz aufgebaut werden soll.

Modul 1

Im ersten Seminarblock werden die Grundlagen der Affektregulationstheorie vorgestellt, die die Erkenntnisse der klassischen Bindungstheorie, Neurowissenschaften, Interpersonaler Neurobiologie, Säuglingsforschung und relationaler Psychoanalyse verbindet. 

Anhand von Fallvignetten (des Seminarleiters bzw. der Teilnehmer) soll darauf aufbauend dargestellt werden, wie in einer relationalen Traumabearbeitung die BehandlerIn dabei helfen kann, die mit dem Trauma verbundenen Gefühle in erträglichen Dosen erneut zu erleben und dabei nicht übermäßig zu dissoziieren, wenn diese auftauchen.

Modul 2

Scham als Schlüsselemotion bindungsbasierter Traumatisierung

Modul 3

Intersubjektivität und Enactment in der Arbeit mit Bindungstraumatisierten

Für dieses Seminar beantragen wir Fortbildungspunkte bei der PTK Berlin. Einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes folgend,  können nur noch Fortbildungen zertifiziert werden, in denen überwiegend approbierte PsychotherapeutInnen teilnehmen, oder an denen verschiedene Berufsgruppen teilnehmen, die in enger Kooperation eine Patienten-/Klientengruppe behandeln. Da dies von den angemeldeten TeilnehmerInnen abhängt, können wir eine Zertifizierung der Fortbildung nicht garantieren und erst nach erfolgreicher Anerkennung durch die Psychotherapeutenkammer bestätigen.

Seminarkosten gesamt Modul 1-3: 1680€

Seminarzeiten Modul 1: 
Samstag 09.30 – 17.30 Uhr
Sonntag 09.30 – 15.30 Uhr

€1.680,00 Modul 1-3
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