Neurovisuelle Traumatherapie 1
Über das Seminar
Neurovisuelle Traumatherapie (1 von 3)
Neurovisuelle Traumatherapie ist ein Überbegriff für traumabezogene Methoden, deren Ansatz eine Arbeit „über die Augen“ beinhaltet. In dieser Fortbildungsreihe werden zunächst die Grundlagen des Brainspottings nach David Grand vermittelt und in späteren Modulen wird den Teilnehmer:innen aufgezeigt, wie sich die bilaterale Stimulation über die Augen aus dem EMDR nach Francine Shapiro in das Modell integrieren lassen. Alexander Reich, Leiter der Akademie für integrative Traumatherapie wurde in beiden Methoden umfangreich ausgebildet. Er war mehrere Jahre von David Grand ernannter Brainspotting Trainer und hat diese Methode ingesamt 10 Jahre in vielen internationalen Seminaren gelehrt, bevor er sich entschloss, seine eigenen Erfahrungen, die er in Anwendung und Lehre gemacht hat, in einem integrativen Ansatz zusammenfließen zu lassen. Das Fundament dieses Ansatzes ist weiterhin „Brainspotting nach David Grand“. Das Modell wird im zweiten Modul zusätzlich durch Elemente des EMDR ergänzt. Diese Ergänzung ist nicht beliebig sondern fundiert auf wesentlichen Grundsätzen beider Methoden, die sich hervorragend vereinen lassen.
Modul 1
Im ersten Modul werden zunächst die Grundlagen des Brainspotting nach David Grand vermittelt. Diese Methode basiert auf der Erkenntnis, dass unsere Blickrichtung bestimmt, wie stark wir uns emotional und physiologisch mit einem belastenden (oder auch erfreulichen) Thema verbinden. Unverarbeitete, tief im impliziten Gedächtnis verborgene Erfahrungen können über die Augenposition (re-)aktiviert und verarbeitet werden. Es wird vermutet, dass der Punkt auf den die Klient:innen bei der Verarbeitung schauen, eine entsprechende Aktivierung in den Hirnregionen bewirkt, in denen das zu verarbeitende Erlebnis gespeichert ist.
Das „nach Außen schauen“ bewirkt zugleich ein kontrolliertes „nach Innen schauen“. In Achtsamkeit schaut die/der Klient:in auf einen Punkt (meist unterstützt durch einen Teleskopstab, den die/der Therapeut:in im Raum hält) und erlebt gleichzeitig, im Inneren, einen Prozess der Verarbeitung. Das Schauen auf den Stab hilft, gerade bei emotional belastenden Themen, eine innere Distanzierung zum Thema zu erreichen, die verhindert, emotional überflutet zu werden. Diese erleichtert das Beobachten der Emotionen, statt von diesen überflutet zu werden. Der Stab dient auch als Orientierung im Hier&Jetzt und mindert dadurch dissoziative Tendenzen.
Neurovisuelle Traumatherapie ist eine integrative Methode, welche mit allen psychotherapeutischen Ansätzen kompatibel ist. Sie fließt sehr harmonisch in den jeweiligen Ansatz mit ein.
Seminarinhalte:
– Grundlagen des Brainspottings nach David Grand
– Theorienmodell
– Die therapeutische Grundhaltung der Methode
– Auffinden der Aktivierungspunkte über das „innere Fenster“
– Auffinden der Aktivierungspunkte über das „äußere Fenster“
– Auffinden von Ressourcenpunkten und Körperressourcen
– Arbeit mit dem „ruhenden Blick“
Die einzelnen Varianten werden demonstriert und in Kleingruppen unter Supervision eingeübt.
An der Akademie für integrative Traumatherapie wird Neurovisuelle Traumatherapie in 3 Modulen vermittelt. Diese verteilen sich auf 2 Seminare á 3 Tagen plus 1 Seminar á 2 Tage mit insgesamt 69 UE.
Zu den Zugangsvoraussetzungen schauen Sie bitte hier.
Seminarkosten gesamt 3 Module: 1760€
Seminarzeiten Modul 1:
Freitag 11.00-19.30 Uhr
Samstag 09.30 – 18.30 Uhr
Sonntag 09.30 – 17.00 Uhr
