Affektregulation bei Bindungstrauma 2

Samstag, 5 Dezember 2026 09:30 - Sonntag, 6 Dezember 2026 15:30

Über das Seminar

Die Affektregulationstheorie nach Allan Schore (2 von 3)

Affektregulation als Schlüssel in der Behandlung von Bindungstrauma – Die Affektregulationstheorie und -therapie nach Allan Schore bietet einen  psychodynamischen Rahmen für die Arbeit mit frühkindlichen Bindungsverletzungen und komplexen Traumatisierungen. Sie erweitert die klassische Bindungstheorie zu einem neurobiologisch fundierten Ansatz, in dem die Dysregulation von Affekten als zentrales Merkmal bindungsbasierter Traumata verstanden wird. Der Fokus der Traumabearbeitung liegt hierbei auf der Unterregulierung (Affektüberflutung bzw. Intrusion) und Überregulierung (Dissoziation), wie sie bei Menschen mit einem Bindungstrauma oder relationalen Traumata regelhaft auftreten. Die Affektregulationstheorie und die daraus entwickelten Techniken bringen Effizienz, Affekt und den Körper in psychodynamische Behandlungsansätze ein. Der Kerngedanke ist hierbei, dass die Affekttoleranz von traumatisierten Menschen verbessert und affektive Resilienz aufgebaut werden soll.

Modul 2: Scham als Schlüsselemotion bindungsbasierter Traumatisierung

Im 2. Seminarblock soll es um den traumatherapeutisch äußerst zentralen Affekt der Scham gehen. Die Unfähigkeit, Scham zu regulieren, ist das Kennzeichen einer unsicheren oder desorganisierten Bindung; übermäßige, nicht-mentalisierte Scham, die aus Brutalisierungserfahrungen resultiert, kann als Urtrauma des Selbst verstanden werden das einen Schatten von gestörter Affektregulation und dissoziierter Scham hinterlässt. Die Arbeit mit schamvulnerablen Menschen soll anhand von Fallvignetten und der Arbeit in Kleingruppen vertieft werden.

Seminarkosten gesamt Modul 1-3: 1680€

Seminarzeiten Modul 2: 
Samstag 09.30 – 17.30 Uhr
Sonntag 09.30 – 15.30 Uhr

€1.680,00 Modul 1-3