Schwerpunkt dieses Seminars ist die traumatherapeutische Diagnostik. In Ergänzung zu den bereits im Seminar „Basisqualifikationen Psychotraumatologie“ erarbeiteten Stabilisierungsübungen, werden hier weitere, speziell im Rahmen der Anamneseerhebung einsetzbare Ressourcentechniken vorgestellt.
Diagnostik im Traumabereich weist einige Besonderheiten auf, z.B. ein besonders achtsames und vorsichtiges Herangehen an traumatische Inhalte. Wie in anderen Bereichen der Psychotherapie ist die Diagnostik jedoch bereits auch therapeutisch wertvoll, festigt den Rapport zwischen TherapeutIn und KlientIn und schafft Möglichkeiten der genauen Planung der nötigen Abfolgen von Methoden, um einen traumatisierten Klienten möglichst effektiv zu helfen. Das Seminar beinhaltet folgende Grundlagen für eine gute Trauma-Diagnostik:
Traumaspezifische Anamnese,
die Arbeit mit ressourcen-orientierter-, sowie pathologie-orientierter Diagnostik und Frageformen,
eine ausreichende Testdiagnostik von Traumageschehen, sowie dessen symptomatische Auswirkungen erfasst und zwischen den verschiedenen Traumaformen differenziert und Dissoziation sowie andere Komorbiditäten berücksichtig.
Sie erhalten Grundwissen über Fragestellungen und therapeutische Haltung bei der Anamnese, im Interview und in Befragungsformen. Psychologische Testdiagnostik (Tests wie CAPS, PCL-5, FDS, IES-R, u. a.), Genogrammarbeit im Ressourcen- und Pathologiemodus als Grundlage für Ihre späteren Behandlungspfade. Es wird Ihnen ein speziell ausgearbeiteter Anamnesebogen zur Verfügung gestellt, den Sie in der Arbeit mit KlientInnen direkt anwenden können.
Weiterhin stellen wir Ihnen diverse Stabilisierungs- und Ressourcenübungen vor, die Sie mit Ihren Klienten bereits in der Phase der Anamneseerhebung und Diagnostik einüben können und sollen.
Das Seminar richtet sich an ÄrztInnen und Psychologische PsychotherapeutInnen, Heilpraktiker, HP Psychs und Personen, die beruflich mit Traumatisierten arbeiten.