Suche Menü

KReSTTM mit Lutz-Ulrich Besser – Traumabewältigung und Traumaintegration

Die Screentechnik nach dem KReSTTM-Modell

01.-03.06.2022 und 24.-26.11.2022

Seminarort: Berlin – der genaue Seminarort wird noch bekanntgegeben
Seminarzeiten: Mittwoch 11 – 19 Uhr, Donnerstag 09.30 – 18.30 Uhr, Freitag 09.30 – 16.30 Uhr / Donnerstag 11 – 19 Uhr, Freitag 09.30 – 18.30 Uhr, Samstag 09.30 – 16.30 Uhr
Referent: Lutz-Ulrich Besser

Für die Therapie von Menschen mit Traumafolgestörungen auf dem Boden sehr unterschiedlicher Traumatisierungen ist in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten ein umfangreiches Repertoire an Behandlungsverfahren und therapeutischen Werkzeugen entwickelt worden.
In der Literatur und den curricularen Fortbildungen wird meist ein dreiphasiges Modell der Traumatherapie beschrieben (Phase 1 – Stabilisierung, Phase 2 – Traumakonfrontation, Phase 3 – Reintegration in den Alltag).

Hingegen besteht das KReSTTM-Modell (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie) aus vier Phasen. (Phase 1 – Beziehungsaufbau, Anamnese, Diagnostik, Therapieplanung und Psychoedukation, Phase 2 – Stabilisierung, Phase 3 – Traumakonfrontation, -synthese und – integration, Phase 4 – Abschied und Neuorientierung im Alltag).

Da unterschiedliche Formen von Traumatisierungen unterschiedliche Symptome und Traumafolgestörungen verursachen, bedarf es der in Phase 1 benannten gründlichen Vorgehensweise, um effektive Behandlungskonzepte anzuwenden.
In der Phase 3 dient die Traumakonfrontation der unmittelbaren Traumabearbeitung, -synthese und -integration ins Bewusstsein, in die Biographie und in die Persönlichkeit. Dafür sind verschiedene Verfahren wie EMDR, NET, prolongierte Exposition, IRRT, Screentechnik usw. entwickelt worden.

Die Screentechnik nach dem KReSTTM-Modell ist eine von Lutz Besser weiter entwickelte differenzierte und effektive Form der Traumabearbeitung und -integration.
Bildschirmtechnik in der Traumatherapie in seiner ursprünglichen Form der distanzierten Betrachtung belastender Lebensereignisse im Sinne einer dosierten Traumaexposition und systematischen Desensibilisierung wurde vor vielen Jahren schon von Ulrich Sachsse, Luise Reddemann und Michaela Huber beschrieben.

Im KReSTTM-Modell der Screentechnik werden hingegen beim Betrachten des “alten Filmes”, also des damaligen jüngeren ICH des Betroffenen, die dabei jetzt auftauchenden Gefühle, Körperreaktionen und Gedanken und Überzeugungen ressourcenorientiert prozessiert, moduliert und damit integriert. Damit stellt die Screentechnik nach dem KReSTTM-Modell eine systematisierte, ressourcenorientierte und sehr effektive Behandlungsform von Traumafolgestörungen dar. Die übersichtliche Sicherheit und Halt vermittelnde Struktur besteht u. a. im ersten Durchgang der Sitzung in der Anwendung eines systematischen Ablaufschemas, in Anlehnung an das EMDR-Standardprotokoll, mit Einbeziehung des bedrohlichsten Bild, von negativen und positiven Kognitionen, Bewertungsskalen usw.

Im zweiten Durchgang – der eigentlichen Filmbetrachtung – schaut der Patient/die Patientin aus der heutigen sicheren Erwachsenenperspektive zusammen mit dem Therapeuten/der Therapeutin auf das jüngere Selbst, dem vor längerer Zeit etwas Bedrohliches passiert ist, dem er/sie ausgelie- fert war. Die bei diesem Betrachten auftauchenden Gefühle, Affekte und Körperreaktionen werden mit Atem- und Körpertechniken sowie Reframing und hypnotherapeutischen Interventionen begleitet, moduliert und somit beruhigt und integriert.

Im Vorfeld dieser ausdifferenzierten “insensu-Traumakonfrontation” bietet die Screentechnik KReSTTM auch eine hervorragende Möglichkeit, Ressourcen im Sinne von Arbeit mit positiven Life- Events zu aktivieren. Gleichzeitig lernt der Klient/die Klientin dabei die Technik, aus der Beobachterperspektive zurückliegende positive Ereignisse in der Wahrnehmung zu reaktualisieren und Gefühle von Freude, Stolz, Zufriedenheit und Glück lebendig nachzuempfinden.

In den beiden aufeinander aufbauenden jeweils dreitägigen Fortbildungsmodulen geht es um:

Teil 1: (01. – 03.06.2022):
Einführung in die Screentechnik zur Ressourcenentwicklung und Traumabearbeitung

  • Neurobiologische Grundlagen der blockierten Informationsverarbeitung, Diagnostik und Therapie von Traumafolgestörungen.
  • Vorstellung des Vier-Phasen-Modells der Traumatherapie KReSTTM mit seinen unterschiedlichen Schwerpunkten und Werkzeugen.
  • Einführung in die strukturierte Form und Technik der Screentechnik KReSTTM für die Ressourcenarbeit (pos. Life-Events) und die Traumabearbeitung.
  • Live-Demonstration

Teil 2: (24. – 26.11.2022)
Traumakonfrontation nach dem KReSTTM-Modell

  • Struktur der Phase 3 – Vorbereitung der Traumakonfrontation
  • Screentechnik (Struktur, Prozessbegleitung und -steuerung)
  • Live-Demonstration und Übungen zum Protokoll
  • Affektmodulation durch Atem- und Körpertechniken
  • Erkennen und Modulieren von Body-Memories
  • Praktikumsteil: Selbsterfahrung mit eigenen belastenden Lebensereignissen in der Rolle alsTherapeutIn, KlientIn und BeobachterInDas zweiteilige Seminar richtet sich an
    approbierte und nicht approbierte ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen unterschiedlicher Schulen sowie HPG-TherapeutInnen und SozialpädagogInnen mit abgeschlossener therapeutischer Zusatzqualifikation.

Anmeldebogen

Akademie für integrative Traumatherapie